©-Tobias-Zangl

BEAT SILENCE BEAT

Lichthof Theater

Rhythmus – akustisch wie visuell – durchzieht alle Aspekte des neuen Stücks von Anna Konjetzky & Co. Schon
der Titel „beat silence beat“ gibt einen Takt vor – und ein Programm. Beat: der Rhythmus, der Schlag, das
Stampfen, ein Motor, ein gnadenloser Antreiber, ein Dauerpuls, eine Körperbewegung des Aufbegehrens und
Widerstands, ein Akt des Protests und der Emotion. Aber auch: ein Taktgeber, eine Erdung, ein körperliches
Verorten im Jetzt und Hier. Silence dagegen: die Stille, das Innehalten, die Pause zwischen den Beats, das Atmen
zwischen zwei Worten, das Warten auf den Start, die Ruhe vor dem Sturm, auch das Verborgene und
Nicht-Gesagte. Zwei Poole, die ohne einander nicht sein können und sich doch scheinbar unversöhnlich gegenüberstehen.
„beat silence beat“ webt aus diesen Gegensätzen eine kraftvolle und doch fluide Einheit. Es ist nicht immer das
stärkste Aufstampfen, dass die größten Wellen schlägt. Die Bewegung des Fußes Richtung Boden ist vielleicht
der Start zum Sprung, zum Abheben. Vielleicht aber kollabiert sie in den Boden hinein und versandet dort ohne
einen Abdruck zu hinterlassen. Und vielleicht folgt der Fuß dem Rhythmus und geht beharrlich weiter, Schritt
um Schritt. Mittels Trigger Pads verschränken sich Bewegung, Klang und Körper: Es sind die Tänzer:innen
selbst, die Klänge, Melodien, Texte aber auch das Licht steuern.
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Choroegraphie, Raum: Anna Konjetzky / Co-creation, Tanz: Edoardo Cino, Anand Dhanakoti, Sahra Huby, Amie Jammeh,
(Sotiria Koutsopetrou) Aurora Bonetti, Quindell Orton / Musik: Sergej Maingardt / Kostüme: Michiel Keupers / Konstruktionen,
Programmierung: Timm Burkhardt / Licht: Ingo Jooß / Dramaturgische Beratung: Maxwell McCarthy / Produktion: Saskia
Schoenmaker / Presse: Simone Lutz

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